Zementmörtelauskleidung

Das Produkt

Bei der Zementmörtelauskleidung von Trinkwasserleitungen gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 343 durch nach R4 zertifizierten Fachunternehmen handelt es sich um ein wirtschaftliches Korrosionsschutz-Verfahren zur Wiederherstellung von Rohren aus verschiedenen Werkstoffen in Wasserverteilungsnetzen, die durch Inkrustationen und Korrosion in ihrer Funktionstüchtigkeit beeinträchtigt wurden. Der Ausschleudermörtel wird hergestellt aus Zement nach DIN 1164, Quarzsanden mit einer maximalen Kerngröße von 1 mm und Wasser in Trinkwasserqualität.

Das Einsatzgebiet

Modernste Gerätetechnik macht es möglich, Rohrleitungen der Nennweiten von 80 mm bis zu 3.000 mm aus Stahl, Grauguss, duktilem Guss und anderen Materialien auszukleiden. Das Verfahren dient zur Wiederherstellung des Innenschutzes der alten Leitung und begünstigt deren hydraulische Eigenschaften. Korrosionsschäden werden verhindert und Inkrustationen vermieden.

Der Einbau

Nach der Außerbetriebnahme und Reinigung des zu sanierenden Leitungsabschnitts wird das Beschichtungsmaterial durch einen schnell rotierenden Schleuderkopf gegen die Rohrwand geworfen. Im Großrohrbereich ab DN 600 kann mit elektrisch angetriebenen, luftbereiften und selbstfahrenden Anschleudermaschinen ausgekleidet werden. Im Kleinrohrbereich von DN 80 bis DN 600 kleidet man üblicherweise mit druckluftbetriebenen Motoren aus.

Aus einem Mischbehäter wird der Zementmörtel über einen Mörtelschlauch in den Schleuderkopf gepumpt. Durch radial angeordnete, im Außenbereich kammartig ausgebildete Bleche ist eine gleichmäßige Verteilung des Mörtels möglich. Eine konstante Zuggeschwindigkeit sorgt für eine gleichmäßige und optimale Schichtstärke. Innerhalb von 24 bis 26 Stunden ist der Mörtel abgebunden. Im Anschluss kann die Leitung befüllt und in Betrieb genommen werden.

Die Vorteile

Die Sanierung mit Zementmörtel hat sich als wirtschaftliches und technisch ausgereiftes Verfahren etabliert. Die Beeinträchtigungen von Straßenverkehr und Umwelt sind äußerst gering. Die zu sanierende Rohrleitung braucht nur abschnittsweise außer Betrieb genommen werden.

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Weitere Verfahren