Montageverfahren – Montiert …

Das Produkt

Zu den so genannten Montageverfahren gehören das Kurzrohrrelining mit vorgefertigten Rohren sowie die Voll- bzw. Teilauskleidung. Dabei werden Kreisprofile oder Sonderprofilrohre wie zum Beispiel Ei-, Kasten- oder Drachenprofile als Vollmodul bzw. geteiltes Element über Baugruben in den zu sanierenden Kanal eingebracht und dort mit Hilfe von Montagehilfen montiert bzw. fixiert. Zum Einsatz kommen Rohrwerkstoffe wie glasfaserverstärktes Polyesterharz (GFK), Polyethylen (PE-HD) oder Polymerbeton.

Das Einsatzgebiet

Montage- bzw. Auskleidungsverfahren eignen sich hervorragend für die Instandsetzung von begehbaren Abwasserkanälen. Besonders erwähnenswert: Die bei diesem Sanierungsverfahren montierten Rohre verfügen über eine eigene Statik.

Der Einbau

  • Kurzrohrrelining
    Nach der Erstellung von Start- und Zielgrube werden die vorgesehenen Kreis- oder Sonderprofilrohre mit einem geeigneten Hebegerät in die Startgrube eingehoben und auf einer verfahrbaren Stahlrahmenkonstruktion (Montagewagen) abgelegt. Im nächsten Schritt werden die neuen Rohrstücke hydraulisch angehoben. Danach zieht eine in der Zielgrube installierte Winde den so genannten Wagen in die zu sanierende Haltung ein, wobei der Transport zur Einbaustelle von einem Arbeiter permanent überprüft und bei Bedarf händisch korrigiert wird. Nach dem Erreichen der Einbaustelle wird das neue Rohr hydraulisch abgesenkt und Muffe und Spitzende zusammengeführt. Nach Lagesicherung des Rohrstranges wird der Ringspalt mit hochfließfähigem Dämmer verfüllt.
  • Voll- bzw. Teilauskleidung
    Über einen Schacht oder eine Baugrube werden Rohrelemente in die zu sanierende Haltung eingebracht und mit dem Montagewagen zur Einbaustelle transportiert. Hier werden die neuen Rohrstücke entweder angedübelt, angeschraubt oder in das Altrohr geklebt. In einem weiteren Arbeitsgang werden die entstandenen Rohrstöße wasserdicht verbunden.

Die Vorteile

Es handelt sich um ein bewährtes Sanierungsverfahren mit hohem technischem und wirtschaftlichem Potenzial. Aufgrund der von D&S entwickelten speziellen Werkzeuge für die individuellen Einbausituationen ist der Einbau der neuen Rohre flexibel und präzise durchführbar. Auf kostenintensive Umpumparbeiten, die bei einigen anderen Sanierungsverfahren notwendig werden, kann beim Montageverfahren verzichtet werden. Ebenso wichtig: Unterbrechungen bei unerwarteten Regenereignissen sind kurzfristig und schadlos möglich. Die Fortsetzung der Arbeiten kann mit nur geringem Aufwand zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Mit dem Montageverfahren sanierte Rohrleitungen zeichnen sich durch eine hohe Resistenz gegen aggressive Abwässer aus. Eine Zulaufanbindung an Haltungen mit PEHD- bzw. GFK ausgekleideten Leitungen ist ebenfalls ohne großen Aufwand möglich.

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Weitere Verfahren