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BlueLine Verfahren

Liner-Endmanschette zur Anbindung in den vor der Installation montier ten Flansch bei grĂ¶ĂŸeren Rohrdimensionen

Das Produkt
Der BlueLiner ist ein flexibler Schlauch bestehend aus einem außenseitig mit Polyolefin beschichteten Verbundmaterial aus Glas und Filz.

Er wird unmittelbar vor dem Einbau in einer mobilen TrÀnkanlage vor Ort unter definierten und reproduzierbaren QualitÀtsbedingungen mit einem Zweikomponenten- Epoxidharz unter Vakuum imprÀgniert, kalibriert und in die vorhandene Rohrleitung eingebracht.

Technische Daten

Anwendungsbereich:Trinkwasser- und andere Druckleitungen
Dimension:100 mm bis 1000 mm (4" bis 40")
Harz:Epoxidharzsystem (EP) MaxPoxÂź
Liner:Verbundmaterial Glas/Filz mit Polyolefin-Beschichtung
AushĂ€rtung:Dampf oder Heißwasser
Vor-Ort-ImprÀgnierung:mobile TrÀnkung

TrÀnkanlage im Einsatz im GelÀnde

Das Einsatzgebiet
Das BlueLine-Verfahren ist fĂŒr die grabenlose Sanierung von Druckrohrleitungen im Trinkwasserbereich entwickelt worden. Das Verfahren ist durch seine Konstruktion (Rohr-im-Rohr-System) unabhĂ€ngig vom Altrohr alleine tragfĂ€hig und ĂŒbernimmt ohne UnterstĂŒtzung des Altrohres alle anfallenden statischen Außen- und Innenlasten.

In der Regel erstreckt sich der Anwendungsbereich auf die Nennweiten DN 100 bis DN 1000 bei unterschiedlichen EinbaulÀngen bis 200 m und mehr, mit einer WandstÀrke je nach statischer Anforderung von 5 bis 21 mm.

Vor-Ort-ImprÀgnierung mit Epoxidharzsystem MaxPoxŸ

Der Einbau
Beim BlueLine-Verfahren wird ein flexibler SchlauchtrĂ€ger mit einem Zweikomponenten- Epoxidharz imprĂ€gniert, in die zu sanierende Leitung eingebracht und anschließend durch WĂ€rmezufuhr mit Dampf oder Warmwasser zu einem neuen Rohr ausgehĂ€rtet. Dabei stehen zwei unterschiedliche Einbauvarianten zur VerfĂŒgung: Beim sogenannten BlueLine-Inversionsverfahren erfolgt die Inversion mit Druckluft oder mittels hydrostatischer WassersĂ€ule; das BlueLine- Pull-In-Verfahren findet bei grĂ¶ĂŸeren Rohrdimensionen seine Anwendung, dort wird der Liner mit einer Winde eingezogen und anschließend durch die Inversion eines Kalibrierschlauches aufgestellt. Die hier zum Einsatz kommende Anlagentechnik (Mischund Inversionstechnik) ist mobil und modular aufgebaut. Die WandstĂ€rke der Liner betrĂ€gt je nach statischen Anforderungen 5 bis 21 mm. Der maximale Betriebsdruck liegt bei bis zu 16 bar. Nach AushĂ€rtung des Liners wird dieser am Start- und Zielpunkt aufgeschnitten und an die Altrohrleitung angebunden. Die Verbindungstechnik ist je nach Anforderungen des Netzbetreibers und dem Durchflussmedium unterschiedlich. HausanschlĂŒsse sind manuell von außen mit Anbohrschelle zu installieren. Das Ergebnis ist ein neues Rohr, dessen Standard und QualitĂ€t den hohen Anforderungen einer Herstellung im Werk entspricht.

EWE Anbohrarmatur fĂŒr Anbohren unter Betriebsdruck

Die Mischanlage
Die Vorbereitung des BlueLiner erfolgt in der mobilen TrĂ€nkanlage, deren Komponenten optimal auf das Verfahren abgestimmt sind. Die SPS-gesteuerte, vollautomatische Mischanlage arbeitet als geschlossenes System. Harz- und HĂ€rtertank verfĂŒgen ĂŒber ein Volumen von 3.000 kg und sind vollklimatisiert. Auf diese Weise kann die gleichbleibende Harztemperatur unabhĂ€ngig von Ă€ußeren EinflĂŒssen gehalten werden. Definierte Harz- und HĂ€rtermengen werden ĂŒber eine regelbare Förderpumpe zum Zwangsmischer transportiert, unter Luftausschluss zusammengefĂŒhrt und anschließend in den vakuumierten Liner eingebracht und kalibriert. Alle systemrelevanten Daten werden durch vom Systemhersteller integrierten, elektronischen MessgerĂ€ten permanent dokumentiert und ĂŒberwacht.

Die Vorteile
Die Vorteile des BlueLine-Verfahrens und dessen mobiler und modular aufgebauter Einbautechnik sprechen fĂŒr sich. So kann an Orten gearbeitet werden, bei denen sonst kein fĂŒr Baustellen ĂŒblicher Zugang möglich ist. Dampf- und TrĂ€nkanlage entsprechen modernstem technologischem Standard und der im Verbund gefertigte elastische Glas-Filz-Schlauch kann mit hervorragenden Werkstoffeigenschaften aufwarten. ZusĂ€tzlich macht seine BogengĂ€ngigkeit den Einsatz in Leitungen mit Bögen bis 45° und mehr, sowie in DĂŒkerleitungen möglich. Das BlueLine-System erfĂŒllt die Bestimmungen des DVGW-Arbeitsblattes W270 sowie der "Leitlinie des Umweltbundesamtes zur hygienischen Beurteilung von organischen Materialien im Kontakt mit Trinkwasser" (KTW-Leitlinie). Von diesem leistungsstarken Paket aus modernster Sanierungstechnik und hochwertigen Harzsystemen profitieren Netzbetreiber und Auftraggeber in Form von technisch ausgereiften, langlebigen und wirtschaftlichen Sanierungsergebnissen.